Nie mehr pieksen?


Im Speichel Blutzucker messen
Nie mehr pieksen?

Die Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels ist für Diabetiker sehr wichtig. In Zukunft geht das möglicherweise schmerzfrei. Wissenschaftler der Brown Universität entwickelten einen Sensor, der den Blutzucker im Speichel messen kann.

Nanosensoren bestimmen Zuckergehalt

Um den Zuckergehalt im Blut zu messen, pieksen sich Diabetiker in die Fingerkuppe und bringen einen kleinen Bluttropfen auf den Teststreifen eines Messgerätes. Dieses zeigt anschließend den Wert auf seinem Display an.

Doch der schmerzhafte Stich muss nicht sein. US-amerikanische Forscher machten sich die Nanotechnologie zu Nutze, um einen Biochip zu bauen, der die Blutentnahme überflüssig macht. Das Zusammenspiel von Elektronen und Lichtteilchen auf dem Chip ist messbar. Gibt man einen bestimmten Stoff auf den fingernagelgroßen Sensor, dann verändert sich die Reaktion der Teilchen. Die Forscher bestimmten mit Hilfe des Chips die Zuckerkonzentration in einer Lösung, die dem menschlichen Speichel ähnlich ist.

Mehrere Stoffe gleichzeitig messbar

Der Chip bestimmte den Zuckerwert zuverlässig. Der Zucker im menschlichen Speichel ist etwa 100-mal geringer konzentriert ist als im Blut. So kann man mit dieser Methode auch den Blutzuckerwert bestimmen. Ob sich die Nanosensoren für die Praxis eignen, sollen weitere Tests zeigen.

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