Frauenherzen schlagen anders


Männer sterben häufiger an Herzinsuffizienz
Frauenherzen schlagen anders

Vor 50 Jahren war eine chronische Herzschwäche ein sicheres Todesurteil. Heute beeinträchtigt eine leichte bis mittlere Herzschwäche die Lebensqualität der Betroffenen nur wenig. Eine schwere Herzinsuffizienz ist allerdings noch immer mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden. Dabei sind Männer mehr gefährdet als Frauen. Dies ergab eine Untersuchung der Gregorio Maranon Universitätsklinik in Madrid.

Männerherzen geben früher auf

Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz zu schwach, um den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Ursache sind häufig Erkrankungen des Herzens oder anderen Organen, wie den Gefäßen oder der Schilddrüse.

Das Forscherteam rund um Manuel Martinez-Selles wertete die Daten von über 40.000 Menschen mit chronischer Herzschwäche aus. Im Verlauf der Studie starben etwa 3.500 Frauen, sowie 7.000 Männer an der Krankheit und das obwohl die betroffenen Frauen im Durchschnitt älter waren und bereits unter Bluthochdruck oder Diabetes litten. „Die Studie hat ganz klar gezeigt, dass bei einem Herzinfarkt die Überlebenschancen für Frauen besser sind als für Männer. Die Art der Herzkrankheit, das Alter oder andere Variablen spielen dabei keine Rolle“, betont Martinez-Selles.

Herzschützende Geschlechtshormone

Die Forscher verraten, dass das weibliche Geschlechtshormon Östrogen eine herzschützende Wirkung hat. „Offenbar reagieren weibliche Herzen auf Schäden am Herzmuskel anders als die männlichen. Sie zeigen zum Beispiel einen besseren Schutz vor Herzrhythmusstörungen oder genetischen Veränderungen“, erklärt Martinez-Selles. Hinzu kommt, dass Frauen mehr auf ihre Ernährung achten. Damit vermindern sie das Risiko an einer Herzschwäche zu sterben enorm.

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