Frauen: Kurze Arme, schlechte Augen


Alterssichtigkeit beginnt früher
Frauen: Kurze Arme, schlechte Augen

Die kürzeren Arme sind schuld. Dies behaupten kalifornische Forscher, um zu erklären warum Frauen früher eine Lesebrille brauchen als Männer. Denn an den Augen selbst finden sie keinen Grund.

Arme bestimmen Lesedistanz

Forscher der University of California in Berkeley werteten neun Studien zur Alterssichtigkeit aus. Sie fanden heraus, dass Männer und Frauen insgesamt gleich stark vom altersbedingten Rückgang der Sehkraft betroffen sind. Bei Frauen beginnt die Abnahme der Sehkraft jedoch früher als bei Männern. Im Auge selbst findet sich für diesen Geschlechtsunterschied keine Erklärung.

Die Forscher stellen eine gewagte These auf: Der Körperbau macht den Unterschied. Frauen sind durchschnittlich kleiner und haben deshalb kürzere Arme als Männer. Dadurch halten sie beim Lesen die Zeitschrift oder das Buch näher an die Augen. Das nahe Lesen belastet die Augen mit der Zeit.

Nahsicht beansprucht Augen

Frühere Studien zeigten bereits, dass die Lebensweise und der Beruf einen großen Einfluss auf die Sehkraft im Alter hat. Während ein Jäger beispielsweise viel in die Ferne blickt, schaut ein Lektor fast nur in seine unmittelbare Nähe. Letzteres strengt die Augen stärker an, sodass der Lektor vermutlich früher eine Lesebrille braucht.

Wie sehr die nachlassende Sehkraft einen Menschen beeinträchtigt, ist jedoch von Mensch zu Mensch verschieden. Die meisten Menschen wenden sich erst an einen Augenarzt, wenn sie aufgrund der Leseschwäche bestimmte Tätigkeiten nicht mehr ausführen können, wie Romane lesen oder Rätseln. Wie stark uns die Leseschwäche einschränkt, hängt somit auch von den individuellen Bedürfnissen ab.

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